Professionelle Prophylaxe, Stabilisierung und Befestigung lockerer Zähne, gesteuerte Knochenregeneration.
Die Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat, d.h. der Gesamtheit der Gewebe, die bei der Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen Zahn und Ober- oder Unterkiefer zusammenwirken. In einer gesunden Mundhöhle werden die Zähne fest vom Knochen des Alveolarfortsatzes umschlossen und in der entsprechenden Position gehalten. Gesundes Zahnfleisch ist fest, rosa, liegt eng am Knochen an und beim Sondieren tritt keine Blutung auf. Es umgibt den Zahnhals wie ein "Kragen" und bildet eine Zahnfleischfurche, deren normale Tiefe 0,5 bis 2,5 mm beträgt.
Der Zahnhalteapparat ermöglicht die ordnungsgemäße Funktion des Gebisses während des Kauens von Nahrung und beim Formen einzelner Bissen sowie bei der Artikulation von Sprache und der Bewahrung eines ästhetischen Aussehens. Eine parodontologische Erkrankung, mit anderen Worten eine Erkrankung des Zahnhalteapparates betrifft die den Zahn umgebenden und schützenden Gewebe. Zu diesen Geweben zählt der die Zahnwurzel umgebende Alveolarfortsatz und das die Zähne umgebende und den Knochen bedeckende Zahnfleisch. Erkrankungen des Zahnhalteapparates können alle Altersgruppen betreffen. Am häufigsten sind sie jedoch Ursache für den Zahnverlust ab dem 35. Lebensjahr. Bei der Mehrheit dieser Erkrankungen handelt es sich um Entzündungen. Man unterscheidet sie klinisch in Entzündungen des Zahnfleischs und Entzündungen des Zahnhalteapparates.
Gingivitis bzw. Entzündung des Zahnfleischs:
Hierbei handelt es sich um die früheste Form einer Parodontalerkrankung. Es ist eine Reaktion des entzündlichen Zahnfleischs ohne Destruktion des stützenden Gewebes (hauptsächlich Knochen). Sie äußert sich mit Rötung, Schwellung und leichtem Bluten. Eine chronische entzündliche Reaktion führt zur Schwellung oder Wucherung des Zahnfleischs, zu Blutungen und unangenehmen Mundgeruch. Hauptursache ist eine durch Plaque, Zahnstein oder beides hervorgerufene Reizung. Eine Behandlungsaufnahme in diesem Stadium erlaubt es dem Gewebe, zu seinem normalen Zustand zurückzukehren. Eine professionelle Zahnreinigung und entsprechende Mundhygiene reichen in dieser Phase der Erkrankung aus, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung führt zu einer weiteren Ausbreitung des Entzündungsprozesses und verursacht eine Entzündung des Zahnhalteapparates.
Parodontitis bzw. Entzündung des Zahnhalteapparates:
Es handelt sich um einen Entzündungsprozess bei dem es zur Destruktion des Knochens des Alveolarfortsatzes und des Zahnbettes kommt. Auf den ersten Blick kann man sie nicht von einer Entzündung des Zahnfleischs unterscheiden. Es gibt jedoch bestimmte Symptome, die von einer Entzündung des Zahnhalteapparates zeugen, wie z.B.:
- Zahnfleischrückgang der Zahnfleischrand verringert sich im Verhältnis zum Ausgangszustand, in Folge wessen der freigelegte Teil der Wurzel sichtbar wird. Der Zahn wird empfindlicher für Temperaturunterschiede und Karies des freiliegenden Teils der Wurzel.
- Pathologische Taschen - es tritt eine Vertiefung der Zahnfleischfurche um mehr 3 mm auf. Speisereste, Zahnstein und bakterieller Belag lagern sich unter dem Zahnfleisch ab, was zu einer chronischen Entzündung und weiterer Zerstörung führt. Schlussendlich kann es zu einer erhöhten Beweglichkeit und zum Verlust des Zahns kommen.
Ursachen von Parodontalerkrankungen
Es gibt viele Ursachen für Parodontalerkrankungen. Die häufigste Ursache ist eine falsche Mundhygiene. Lokale reizende Faktoren wie ein unregelmäßiges Gebiss, das Fehlen von Kontaktpunkten aber auch Gewohnheiten wie Zähneknirschen sowie Nikotin können zur Entstehung von Parodontalerkrankungen beitragen. Die Anfälligkeit für eine parodontale Erkrankung erhöht sich bei parallel existierenden Krankheiten des Organismus, wie z.B. Diabetes oder Blutkrankheiten. Auch eine falsche Ernährung, die Einnahme einiger Medikamente und ein hohes Stressniveau begünstigen Parodontalerkrankungen.
Häufigste Symptome:
Eine Behandlung liefert gute und schnelle Effekte, wenn sich der Patient im frühen Stadium der Krankheit meldet. Es lohnt sich, frühe Symptome nicht zu unterschätzen. Abhängig von den Bedürfnissen des Patienten wird Folgendes vorgenommen:





